Soziales Lernen

Ein freundlicher, respektvoller Umgang miteinander ist uns sehr wichtig, daher haben wir uns entschieden, das soziale Lernen als eine weitere Säule in das Schulprofil aufzunehmen.
Soziales Lernen fördert die Beziehungs- und Beteiligungskultur in den Klassen und die Selbst- und Sozialkompetenz der SchülerInnen. Mit sich selbst und mit anderen auf eine konstruktive Weise umzugehen und Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz in einem ausgewogenen Verhältnis zu entwickeln, ist das Ziel des sozialen Lernens. So arbeiten wir seit einigen Jahren – neben dem wöchentlich stattfindenden Klassenrat und der regelmäßig stattfindenden Kinderkonferenz – im 2. Jahrgang mit dem sozialen Kompetenzprogramm „Ferdi“. Das soziale Kompetenztraining zielt auf den Aufbau und die Einübung sozialer Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kompetenzen im Kontext der Schule. Dabei sollen Konfliktlösungsstrategien, die langfristig wirken und fester Bestandteil des eigenen Handelns der Kinder werden.

Weiter bestehen zwischen VorschülerInnen und ErstklässlerInnen auf der einen Seite und ViertklässlerInnen auf der anderen Seite Klassenpatenschaften. Die Jungen und Mädchen stehen ihren jüngeren Paten, insbesondere während der ersten Wochen, zur Seite und führen sie so behutsam in die Schule ein. Dies stärkt den Zusammenhalt und so kann voneinander gelernt werden.
Zurzeit werden Kolleginnen unserer Schule zu Mediatorinnen der Streitschlichtung ausgebildet. Im Anschluss wird die Streitschlichtung implementiert, d.h. interessierte SchülerInnen erhalten durch die zwei Kolleginnen eine grundlegende Mediationsausbildung und moderieren als neutrale Dritte bei Bedarf ein vertrauliches Gespräch zwischen den Streitenden.
Um einzelne SchülerInnen mit besonders hohem Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung zu unterstützen, die nicht in der Lage sind, die Pause konfliktfrei auf dem gemeinsamen Schulhof zu verbringen, installierten wir eine feste Betreuungsmöglichkeit durch zwei Erzieherinnen in unserem Sozialraum, der Oase. Zuzüglich dient der Raum als Lernbüro. SonderpädagogInnen und ErzieherInnen arbeiten stundenweise dort mit SchülerInnen einzeln oder in einer Kleingruppe. Die Anlaufstelle wird auch von Kindern genutzt, die zeitweilig am Klassenunterricht nicht teilnehmen und dort aufgefangen werden können.