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Inklusion – Was ist eigentlich der Unterschied zur Integration?

In der Loki-Schmidt-Schule lernen Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf schon seit 20 Jahren gemeinsam. Hintergrund dazu war das Hamburger Integrationskonzept, das in ausgewählten Schulstandorten praktiziert wurde und behinderten Kindern den Regelschulbesuch ermöglichte bzw. später auch Kindern mit Lern- oder Sprachproblemen bzw. Verhaltensauffälligkeiten. Dadurch konnten diese Kinder nicht nur an Regelschulen  aufgenommen werden, sondern von der sonderpädagogischen Unterstützung profitierten auch förderbedürftige Kinder, die dafür keine formellen Feststellungsverfahren durchlaufen mussten.

Im März 2009 ist die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen auch in Deutschland in Kraft getreten. Für die Schule ist der Artikel 24 „Bildung“ relevant, der das Recht auf Bildung für alle Kinder in inklusiven Einrichtungen feststellt und somit allen Kindern soziale Teilhabe und Chancengleichheit ermöglicht. Seit dem Schuljahr 2012/13 hat Hamburg diese UN-Behindertenrechtskonvention im Schulgesetz umgesetzt.

Der Unterschied zu der bisherigen schulischen Integration, wonach Eltern kaum Wahlfreiheiten für  die Beschulung ihrer Kinder hatten, ist das  jetzt  allen Schulen die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden sollen, um den Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden. Die Unterschiedlichkeit der Kinder soll somit zur Normalität werden, während sie im integrativen Konzept als ein zu lösendes Problem behandelt wurde.

Von der Integrationsklasse zur inklusiven Schule

An der Loki-Schmidt-Schule (ehemals Grundschule Othmarscher Kirchenweg) gab es über viele Jahre Integrationsklassen und Integrativen Regelklassen. Unserer Schule nahm Kinder mit Lern- oder Sprachproblemen bzw. Verhaltensauffälligkeiten auf sowie pro Jahrgang jeweils bis zu vier Kinder mit einem besonderen Förderbedarf aufgrund einer Behinderung.

Diese Kinder erhielten seitdem an unserer Schule die notwendige Förderung, da die Klassen fast durchgängig mit Pädagogen doppelt besetzt waren bzw. die Integrationsklassen teilweise eine dreifache Besetzung durch Sonderpädagogen aufwiesen. Die Kinder lernten in ihrem Tempo nach einem Förderplan. Kinder, bei denen sich erst in der Grundschulzeit ein erhöhter Förderbedarf im Lern- oder Sprachbereich zeigte, konnten durch diesen Integrationsunterricht im Klassenverband an unserer Schule bleiben.

Seit dem Schuljahr 2012/13 hatHamburg die „UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ im Schulgesetz an Hamburger Schulen gesetzlich verankert. Dadurch haben nun Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf das Recht frei zu entscheiden, ob ihr Kind an einer Regelschule inklusiv beschult werden soll oder eine spezielle Förderschule besuchen wird.

Seit drei Jahren sind daher alle neuen Klassen an unserer Schule Inklusionsklassen. Die Klassen der jeweiligen Jahrgänge haben eine festgelegte Zuweisung von sonderpädagogischen Unterricht für Kinder mit Förderbedarf sowie eine zusätzliche Stundenressource für Kinder mit diagnostizierter Behinderung. Zurzeit werden in den Klassenstufen 1 bis 4  sowie in der Vorschule insgesamt 18 Kinder mit unterschiedlichen Einschränkungen bzw. Behinderungen beschult.

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