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Förderung, Therapien und Ausstattung

Kinder mit Lern- oder Sprachproblemen bzw. Verhaltensauffälligkeiten

Für diese Kinder gab es früher in den Integrativen Regelklassen eine gute personelle Ausstattung. Seit der Schulgesetzänderung bzgl. inklusiver Beschulung im Jahre 2012 soll eine sonderpädagogische Förderung in allen Schulen möglich sein und daher gibt es diese Klassen nicht mehr. Jeder Schule wird nun pro Klasse ein pauschaler Stundensatz für die Förderung dieser Kinder zugewiesen. Die Förderkoordinatorin unserer Schule verteilt die Stunden nach Bedarf auf die Klassen.

Zusätzlich zu diesen Stunden bieten wir an der Loki-Schmidt-Schule die additive Sprachförderung für Kinder mit Schwierigkeiten im Fach Deutsch sowie die Maßnahme „Fördern statt Wiederholen“, die auch Mathematikförderung enthält. Des Weiteren gibt es eine zusätzliche Hausaufgabenhilfe für lernschwache Schüler, sodass eine umfangreiche Förderung gewährleistet ist.

Therapien und Ausstattung

Kinder, die langfristig Physio- und/oder Ergotherapiestunden benötigen, können durch eine Kooperation mit der benachbarten Schule Hirtenweg (Schule für Körperbehinderte) diese im Rahmen des Schulalltags nach Absprache wahrnehmen. Die Therapeuten der Hirtenweg-Schule arbeiten direkt mit den Kindern, beraten das Klassenteam bzw. die Eltern in therapeutischen Fragen und kümmern sich um geeignete Hilfsmittel im Schulalltag, wenn das Kind diese braucht (z.B. geeignete Möbel oder Computer-Versorgung). Die therapeutische Unterstützung findet je nach Bedarf in den geeigneten Räumlichkeiten der Hirtenweg-Schule statt oder im Klassenraum.

Eine logopädische Therapie in der Schule kann nach Absprache mit der Schule und durch eine entsprechende ärztliche Verordnung eventuell angeboten werden.

Wir wollen unsere Schule sukzessive immer besser ausstatten und barrierefrei gestalten. Die Schule ist bereits mit einer behindertengerechten Toilette ausgestattet und künftig mit einem Pflegeraum (inkl. Dusche). Die meisten Räume sind ebenerdig bzw. es gibt im Haupthaus einen Fahrstuhl, so dass diese auch von Rollstuhlfahrern und gehbehinderten Kindern erreicht werden können. Für Kinder mit umfangreicher Beeinträchtigung können zusätzlich Hilfsmittel beantragt werden.

Bei Bedarf bieten wir Beratung und Unterstützung zur Beantragung von Schulbegleitung im Rahmen der Eingliederungshilfe an bzw. Schulweghilfen, falls das Kind den Schulweg nicht allein bewältigen kann.

Inklusion – Was ist eigentlich der Unterschied zur Integration?

In der Loki-Schmidt-Schule lernen Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf schon seit 20 Jahren gemeinsam. Hintergrund dazu war das Hamburger Integrationskonzept, das in ausgewählten Schulstandorten praktiziert wurde und behinderten Kindern den Regelschulbesuch ermöglichte bzw. später auch Kindern mit Lern- oder Sprachproblemen bzw. Verhaltensauffälligkeiten. Dadurch konnten diese Kinder nicht nur an Regelschulen  aufgenommen werden, sondern von der sonderpädagogischen Unterstützung profitierten auch förderbedürftige Kinder, die dafür keine formellen Feststellungsverfahren durchlaufen mussten.

Im März 2009 ist die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen auch in Deutschland in Kraft getreten. Für die Schule ist der Artikel 24 „Bildung“ relevant, der das Recht auf Bildung für alle Kinder in inklusiven Einrichtungen feststellt und somit allen Kindern soziale Teilhabe und Chancengleichheit ermöglicht. Seit dem Schuljahr 2012/13 hat Hamburg diese UN-Behindertenrechtskonvention im Schulgesetz umgesetzt.

Der Unterschied zu der bisherigen schulischen Integration, wonach Eltern kaum Wahlfreiheiten für  die Beschulung ihrer Kinder hatten, ist das  jetzt  allen Schulen die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden sollen, um den Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden. Die Unterschiedlichkeit der Kinder soll somit zur Normalität werden, während sie im integrativen Konzept als ein zu lösendes Problem behandelt wurde.